Unsere Mittelstufe - aktives Lernen - individuelles Üben - Lernerfolge gestalten
Ihr Ansprechpartner für die Mittelstufe:
Roland Bartsch
(Mittelstufenkoordinator)
Herr Bartsch koordiniert die Mittelstufe und berät Schülerinnen und Schüler bei der unter anderem Ihrer WP-Wahlen oder in Versetzungsfragen.
Übersicht
Die Mittelstufe umfasst die Klassen 7-10 und ist das Bindeglied zwischen der Erprobungsstufe (5 und 6) und der Oberstufe.
In der Klasse 7 müssen sich alle Schülerinnen und Schüler für eine zweite Fremdsprache entscheiden. Hier stehen Latein und Französisch zur Auswahl. Um die Wahl zu erleichtern, gibt es eine zentrale Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder sowie bei Bedarf eine persönliche Beratung.
Eine weitere wichtige Entscheidung steht in der 9. Klasse an, wenn ein Fach aus dem Wahlpflichtbereich II je nach Interesse der Schülerin bzw. des Schülers angewählt wird. Zur Auswahl stehen die Fächer Informatik, NaWi (Naturwissenschaften), Literatur und Theater sowie als dritte Fremdsprache Niederländisch bzw. Latein und Französisch. Auch dieser Wahl gehen Informationsveranstaltungen und Beratungsgespräche voraus. Die Differenzierungskurse werden bis zur Klasse 10 beibehalten und haben den gleichen Stellenwert wie die bisherigen Hauptfächer, das heißt, dass auch Klassenarbeiten geschrieben werden und sie eine besondere Bedeutung für die Versetzung in die nächste Klassenstufe haben.
In der Mittelstufe gibt es für engagierte Schülerinnen und Schüler viele Möglichkeiten, sich einzubringen. So können sie als SV-Mitglieder, Medienscouts, Tutoren, Streitschlichter oder teutolab-Betreuer Verantwortung übernehmen und sich um die Jüngeren kümmern. Besondere Interessen und Talente werden in AGs oder durch Wettbewerbe gefördert. Es gibt in der Klasse 7 einen Forderkurs, in dem im ersten Halbjahr naturwissenschaftliche Experimente durchgeführt werden und im zweiten Halbjahr Roboter programmiert werden. In den Fremdsprachen gibt es die Möglichkeit, sich in Klasse 9 auf das Cambridge Certificates (Englisch) vorzubereiten oder an Austauschprogrammen teilzunehmen (Französisch, Niederländisch).
Für die individuelle Förderung gibt es in der 7. Klasse weiterhin das Lerncafé sowie das Lerncafé PLUS. Ab der achten Klasse werden Jugendliche bei Problemen in den Hauptfächern zum Lerntreff eingeladen, wo sie gezielte Unterstützung durch leistungsstarke Oberstufenschüler erhalten. Bei privaten Problemen stehen zum Beispiel die Beratungslehrer zur Verfügung, es gibt aber auch mehrfach Veranstaltungen zur Suchtprävention in Zusammenarbeit mit der Diakonie.
In den Klassen 8 und 9 finden bereits erste Schnupperpraktika und Berufsorientierungsveranstaltungen statt. Die Potentialanalysen können helfen, eigene Stärken richtig einzuschätzen und zum Beispiel bei der Wahl der Oberstufenfächer zu berücksichtigen. Sie sind aber auch wichtig für diejenigen, die sich gegen das Abitur am Gymnasium und für eine Ausbildung oder eine berufsbildende Schule entscheiden. Am Ende der Mittelstufe steht die zentrale Abschlussprüfung (ZP10), mit der in der Regel der Mittlere Schulabschluss mit der Qualifikation zum Besuch der Oberstufe erreicht wird.
Individuell fördern und fordern
Forderkurs Klasse 7
Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und guten Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht können am Schwerpunkt-Kurs Naturwissenschaften und Robotik teilnehmen. Der Kurs findet einmal pro Woche in einer Doppelstunde im Nachmittagsbereich statt.
Im ersten Halbjahr lernen die Jugendlichen selbstständig zu experimentieren, indem sie zunächst eigene Fragestellungen zum Beispiel zu den Themen „Beeinflussung von Pflanzenwachstum“, „Eigenschaften der Luft“ und „Nutzung der Bionik“ formulieren. Darauf aufbauend entwickeln sie Experimente, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen und ihre Fragen zu beantworten. Besonders durch die Themen aus dem Bereich Bionik erwerben die Schüler ein technisches Verständnis, z.B. bei der Konstruktion von stabilen Bauteilen, die von der Natur abgeleitet sind. Diese Beschäftigung mit technischen Konstruktionen wird im Kursabschnitt Robotik wieder aufgegriffen.
Im zweiten Unterrichtshalbjahr bauen die Schüler mit Lego Mindstorms EV3 eigene Roboter. Nach einer kurzen Einführung überlegen sie sich unter einem gemeinsamen Rahmenthema spezielle Anforderungen, die ihr Roboter erfüllen soll. Zur Programmierung wird die Lego-Programmierumgebung genutzt. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zugang zu technischen und informatischen Inhalten.
Lerntreff
In der 7. und 8. Jahrgangsstufe werden Schülerinnen und Schüler bei Lernschwierigkeiten zum Lerntreff eingeladen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Stufen 9-11 betreuen dabei ein bis maximal drei Mittelstufenschüler in jeweils einem Hauptfach. Der Lerntreff findet einmal wöchentlich im zweiten Halbjahr statt. Diese Art des Miteinander-Lernens hat sich nicht nur in den meisten Fällen für die Bewältigung der schulischen Probleme als außerordentlich hilfreich erwiesen. Sie ist auch eine Bereicherung für unsere älteren Schülerinnen und Schüler, die die Gelegenheit nutzen, sich sinnvoll einzubringen, Erfahrungen zu sammeln und Verantwortung für andere zu übernehmen.
Lerncafé
Fortgesetzt aus der Erprobungsstufe findet auch im ersten Halbjahr der Stufe 7 des Lerncafé und Lerncafé PLUS statt, das auf dem Prinzip der Freiarbeit beruht. Arbeitsblätter, LÜK-Kästen, Lern-Apps (z.B. Antolin) und Lernspiele helfen dabei, Stärken zu erweitern und etwaige Schwächen auszugleichen.
Freiarbeit bedeutet, dass sich die Kinder frei entscheiden können, mit welchen Fächern und Inhalten sie sich beschäftigen möchten, und ob sie allein, mit einem Partner oder in Gruppen lernen wollen. Sie übernehmen damit mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. Trotzdem arbeiten sie nach festen Regeln, die zu Beginn des Schuljahres in einer Einführungsphase erarbeitet werden. Die Arbeitsergebnisse werden selbstständig kontrolliert, auf Laufzetteln durch den betreuenden Klassenlehrer abgezeichnet und in individuellen Ordnern abgeheftet.
Parallel zu den Stunden des Lerncafés bekommen die Schülerinnen und Schülern im Lerncafé-PLUS eine noch gezieltere Unterstützung in den Hauptfächern. Dort können sie mit auf den Unterricht abgestimmtem Material ihrer eigenen Lehrkräfte Schwächen beseitigen oder Stärken weiter ausbauen. Die bereitstehenden Fachkollegen geben Hilfestellung und kontrollieren die Ergebnisse. Da für das Lerncafé-PLUS keine langfristige Anmeldung oder Teilnahme nötig ist, bietet es eine große Flexibilität. Probleme können schnell geklärt und unterforderte Schülerinnen und Schüler kurzfristig wieder motiviert werden.
Erweiterungsprojekt / kleines Drehtür-Modell
Für besonders leistungsstarke, aber auch überdurchschnittlich intelligente und unterforderte „Underachiever“ aller Altersstufen gibt es die Möglichkeit, zuvor abgesprochenen Teilen des stundenplanmäßigen Unterrichts fernzubleiben, um an selbst festgelegten Projekten arbeiten zu können. Ziel dieser Erweiterungsprojekte ist es, ein hohes Maß an Selbstverwirklichung, Motivation und Entfaltung zu erreichen. Feste Regeln und Absprachen dienen dabei als organisatorische Stütze. Die Schülerinnen und Schüler müssen zudem eine hohe Eigenmotivation nachweisen, da sie schließlich den versäumten Unterrichtsstoff sowie die anfallenden Hausaufgaben selbständig nachholen müssen.
Das Einverständnis zur Teilnahme an einem Projekt wird durch die Unterzeichnung eines Kontraktes von Seiten der Schule, der Schülerin bzw. des Schülers und deren Eltern im Vorfeld abgesichert.
Alternativ können leistungsstarke Kinder auch für kurze Phasen unbürokratisch am Unterricht höherer Jahrgangsstufen teilnehmen, um sie wieder herauszufordern und ihnen neue Perspektiven zu bieten (kleines Drehtürmodell).
Wettbewerbe
Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig an Wettbewerben in unterschiedlichen Bereichen teil und stellen sich so engagiert einem fairen Wettkampf. Dazu gehören etwa die Mathematik-Olympiade und das Känguru der Mathematik, Big-Challenge (Englisch), Wissenswettbewerbe in Geographie und Wirtschaft, der Informatik-Biber, die Teilnahme an Sportwettkämpfen (Fußball, Tennis, Volleyball, Beach-Volleyball, Schwimmen und Schach) sowie die regelmäßige Teilnahme an Ausschreibungen der Unfallkasse NRW (Filmbeiträge).
Tagesexkursion nach Köln
Tagesexkursion nach Köln – Kulturelle Erfahrungen erweitern
Einmal im Jahr verlassen unsere Schülerinnen und Schüler der ganzen Jahrgangsstufe 10 (in Kleingruppen aus den ev./ kath. Religionskursen sowie aus der praktischen Philosophie) das Klassenzimmer, um vor Ort in Köln Geschichte, Kultur und Politik hautnah zu erleben. Die Tagesexkursion, die am LMG (zumindest mit den ersten beiden genannten Zielorten; s. u.) seit über fünfzehn Jahren fest etabliert ist, verbindet schulische Bildung mit lebendiger Erfahrung – und bündelt konkret erfahrbare Angebote kultureller (insbesondere: religiöser), historischer und politischer Bildung: In gemischten Gruppen besuchen die Jugendlichen vier ausgewählte Orte, die jeweils einen besonderen Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Themen ermöglichen. Die Exkursion wird im Unterricht fundiert vorbereitet und üblicherweise durch Kurzreferate nachbereitet, sodass die jeweiligen Erfahrungen im Kurs weitergegeben werden und eine umso nachhaltige Sensibilisierung möglich wird.
ELDE-Haus – NS-Dokumentationszentrum Köln
(Zur Zeit des Nationalsozialismus eine Gestapoeinrichtung (Zentrale, Gefängnis etc.), heute eine Gedenkstätte und Lernort.) Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine professionell museumspädagogisch begleitete Führung, die die Mechanismen von Ausgrenzung, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus eindrücklich vermittelt.
Synagogengemeinde Köln (Roonstraße)
(Eine der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden Deutschlands.) Die Begegnung mit einem Gemeindemitglied ermöglicht einen persönlichen Einblick in jüdisches Leben, religiöse Praxis und die Herausforderungen jüdischer Identität in der Gegenwart.
GescherLaMassoret – Liberale jüdische Gemeinde Köln
(Eine progressive Gemeinde, die für Offenheit und Vielfalt im jüdischen Glauben steht.) Die Schülerinnen und Schüler erleben hier eine Zweitzeugenbegegnung, die nicht nur über die Geschichte informiert, sondern auch aktuelle Fragen von Toleranz und interreligiösem Dialog aufwirft.
Rom e.V. – Verein für die Verständigung von Romnja und Nicht-Romnja**
(Ein politisch und kulturell engagierter Verein, der sich für die Rechte und die Sichtbarkeit von Sinti und Roma einsetzt.) Die Begegnung mit Vertretern/ Vertreterinnen des Vereins bzw. der Community eröffnet neue Perspektiven auf Fragen der Minderheitenpolitik, Diskriminierung und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Kombination aus historischer Reflexion, kultureller Begegnung und politischer Bildung macht diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis. Besonders wertvoll ist die Erweiterung der Exkursion um die beiden neuen Zielorte, die das Spektrum der Themen und Perspektiven deutlich bereichern. Die direkte Begegnung mit Menschen, die aus eigener Erfahrung berichten, schafft eine emotionale Tiefe, die im regulären Unterricht so kaum zu erreichen ist.
Die Tagesfahrt nach Köln ist somit weit mehr als irgendein Ausflug – sie ist ein lebendiger Beitrag zur Wertebildung, zur Förderung von Empathie und zur Stärkung demokratischer Haltung.
Fragen zur Organisation und Durchführung beantwortet (z. B. per Mail) die betreuende Lehrkraft gerne (aktuell: Andreas Kruse).
Tage religiöser Orientierung
Tage religiöser Orientierung (TrO) der Jahrgangsstufe 9
Die Tage religiöser Orientierung (TrO) sind ein fest verankerter Bestandteil des Schulprogramms des Lise-Meitner-Gymnasiums Geldern. Sie werden für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 angeboten und finden im St. Michaelturm (Schaephuysen) statt. Die Teilnahme ist freiwillig, bietet jedoch eine wertvolle Gelegenheit, persönliche Erfahrungen zu sammeln, neue Perspektiven zu gewinnen und die Klassengemeinschaft zu stärken.
Eine Auszeit vom Alltag
Die TrO verstehen sich als Zeit der Ruhe und des Innehaltens. Jugendliche stehen heute vor vielfältigen Anforderungen – schulisch, familiär und persönlich. Die Tage religiöser Orientierung schaffen einen Raum, um sich diesen Themen abseits des Alltags zu widmen:
Was beschäftigt mich? – Was ist mir wichtig? – Wie möchte ich mein Leben gestalten?
Selbstgewählte Themen und aktive Beteiligung
Die Inhalte der TrO werden gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen und Teamern entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, welche Themen für sie bedeutsam sind – etwa Freundschaft, Familie, Zukunft, Glauben, Verantwortung oder Gemeinschaft.
Mit kreativen, spielerischen, meditativen und gesprächsorientierten Methoden wird das gewählte Thema vertieft. Jede und jeder entscheidet dabei selbst, in welchem Maß sie oder er sich einbringen möchte. Offenheit, gegenseitiger Respekt und Wertschätzung bilden die Grundlage der gemeinsamen Arbeit.
Spirituelle Impulse und gemeinsames Erleben
Die religiöse Dimension der TrO besteht in kurzen Impulsen, Geschichten, Texten oder Gebeten, die zum Nachdenken anregen. Dabei geht es nicht um religiöse Unterweisung, sondern um persönliche Orientierung und den Austausch über Lebens- und Glaubensfragen. Gemeinschaft, gegenseitige Achtung und das gemeinsame Erleben stehen im Vordergrund.
Ablauf und Betreuung
- 1. Tag: Anreise, Kennenlernen, Themenfindung, gemeinsamer Tagesabschluss
- 2. Tag: Arbeit am gewählten Thema, Austausch und Reflexion am Abend
- 3. Tag: Abschlussimpuls, Rückblick und Verabschiedung
Die Teamerinnen und Teamer gestalten das Programm und begleiten die inhaltliche Arbeit. Die Lehrkräfte übernehmen die pädagogische Betreuung außerhalb der Einheiten und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung.
Ziel der TrO
Die TrO fördern die persönliche Entwicklung, stärken die Klassengemeinschaft und unterstützen die Jugendlichen dabei, Orientierung zu finden – für sich selbst und im Miteinander – ganz freiwillig, aber mit nachhaltigem Eindruck.
Verkehrserziehung
Klasse 8: Freiwillige Schülerlotsen
Einige Jungen und Mädchen erklären sich zu diesem Dienst bereit und werden in Theorie und Praxis ausgebildet, bevor sie mit gelben Warnwesten und Kelle ausgestattet anderen Schülerinnen und Schülern morgens vor acht Uhr über die Straße helfen.
Außerdem sichern sie unseren Jüngsten den Weg zum ersten Schulgottesdienst am Holländer See oder in der Heilig-Geist Kirche und Allen am LMG die Wege über die verschiedenen Straßen der Stadt beim Sponsorenlauf.
Der Bürgermeister der Stadt Geldern bedankt sich in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve in jedem Frühjahr mit einem kleinen Geschenk und einem Pressephoto für dieses Engagement!
Wahlpflichtbereich II
Naturwissennschaften (NaWi)
Das Fach NaWi vereint die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik und dient dazu, die Schülerinnen und Schüler praxisorientiert an die Inhalte der Naturwissenschaften heranzuführen. In der Jahrgangsstufe 9 lernen die Schülerinnen und Schüler mit den Schwerpunkten Boden, Wasser, Luft ihre direkte Umwelt mit neuen Augen kennen. Konkret geht es u.a. um die Chemie der Sprudelwasserflasche , die Bionik des Spinnenfadens und die Grundprinzipien des Vogelfluges, die beim Bau eines eigenen Wurfgleiters angewandt werden. In der Jahrgangsstufe 10 sind vertiefendere Einblick in naturwissenschaftliche Zusammenhänge möglich. Im Themenfeld Kosmetik werden nicht nur kosmetische Produkte auf ihre Inhaltsstoffe untersucht und eigene kosmetische Produkte wie Hautcremes und ein Lippenpflegestift hergestellt, sondern es werden auch die biologisch/chemischen Grundlagen vertiefend betrachtet.
Literatur und Theater
In diesem Kurs geht es im weitesten Sinne darum, sich mit mündlichen und schriftlichen literarischen Ausdrucksformen auseinanderzusetzen. Konkret können das zum Beispiel der produktive und kreative Umgang mit bestehenden und eigenen Texten, Collagen, Bildern oder Kurzfilmen z.B. über ein aktuelles politisches Thema sein. Jährlich werden Theateraufführungen oder Kinovorstellungen besucht und besprochen. Die öffentliche Aufführung eines gemeinsam geschriebenen und inszenierten Theaterstücks, eines Musicals, einer Lesung oder eines Kabaretts bildet in der Regel den Abschluss des Kurses. Das Fach setzt eine hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen sowie Team- und Kooperationsfähigkeit voraus, da die Projekte zu großen Teilen selbstbestimmt und selbstständig erarbeitet werden.
Informatik
Unsere Gesellschaft wird von einer zunehmenden Digitalisierung geprägt. Das Fach Informatik vermittelt die Grundlagen für das Verständnis von informationsverarbeitenden Prozessen. Dabei steht das selbstständige Problemlösen im Vordergrund. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt, aber neben dem Interesse an den Inhalten des Fachs und der Bereitschaft, Fachbegriffe und Konzepte zu lernen, sollten die Schülerinnen und Schüler zu Hause Zugang zu einem Computer besitzen. Zu Beginn der 9. Klasse werden z.B. die Nutzung von Anwendungsprogrammen im Schulnetzwerk und der Umgang mit der Lernplattform Moodle thematisiert. Im Anschluss daran findet der Einstieg ins Programmieren mit der visuellen Sprache Scratch und einem kleinen HTML-Kurs statt. Im zweiten Jahr spielt die Hardware (Bauteile des Computers) eine größere Rolle und es werden eigene Roboter mit Fischertechnik gebaut und programmiert.
Niederländisch
Niederländisch wird von über 20 Millionen Menschen gesprochen – in den Niederlanden und in Belgien, aber auch in Übersee (Südafrika, Karibik). Es ist die Sprache unserer „Nachbarn“ und nicht wenige unserer ehemaligen Schülerinnen und Schüler haben sich für ein Studium in Venlo oder Nijmegen entschieden. Nach zwei Jahren Unterricht und der Teilnahme am Austauschprogramm mit unserer Partnerschule sind die mündliche und schriftliche Verständigung im Alltag möglich, darüber hinaus das Verstehen von einfachen Texten und z.B. Fernsehbeiträgen. Am Ende der 10. Klasse kann eine Prüfung zum weltweit anerkannten „Zertifikat Niederländisch als Fremdsprache“ abgelegt werden.
Französisch
Der Kurs richtet sich an sprachlich interessierte Schülerinnen und Schüler, die eine zweite gesprochene Weltsprache erlernen wollen. Nach zwei Jahren sind die Schülerinnen und Schüler bei entsprechendem Einsatz erfahrungsgemäß in der Lage, sich zu vielen Themen mündlich und schriftlich frei zu äußern. Da sie bereits zwei andere Sprachen gelernt haben und in den meist kleinen WP II-Gruppen intensiv gearbeitet wird, können sie bei Interesse Französisch auch in der Oberstufe fortführen. Zum Kurs gehört auch ein Schüleraustauschprogramm mit den Partnerschulen in Bondy und Noisy-le-Sec (bei Paris).
Latein
Gerade für diejenigen, die später ein Studium aufnehmen möchten, kann Latein als dritte Fremdsprache ein großer Vorteil sein: Viele Universitäten setzen für bestimmte Fächer (z. B. Geschichte, Theologie, Philosophie oder Sprachen) Lateinkenntnisse oder sogar das Latinum voraus. Wer diese Kenntnisse bereits in der Schule erwirbt, erspart sich im Studium zeitaufwendige Zusatzkurse. Der Kurs ab Klasse 9 unterscheidet sich von dem in Klasse 7 einsetzenden Lateinkurs, weil die Lernenden bereits über umfangreiche Fremdspracherfahrung verfügen. Dadurch können sie Strukturen schneller erfassen, systematischer lernen und sprachliche Zusammenhänge besser verstehen. Wer sich für Sprache, Geschichte und Kultur interessiert, findet im Lateinkurs ab Klasse 9 eine spannende und lohnende Herausforderung!