Vier Orte in Köln — und ein Ziel: Menschen und ihre Geschichte(n) sehen, die sonst allzu leicht übersehen werden
Wie in den mittlerweile vier Jahren zuvor wurde für die gesamte Jahrgangsstufe 10 auch dieses Mal wieder die Tagesexkursion zu vier Zielorten in Köln organisiert: inhaltlich vorbereitet in den Kursen für Praktische …

Wie in den mittlerweile vier Jahren zuvor wurde für die gesamte Jahrgangsstufe 10 auch dieses Mal wieder die Tagesexkursion zu vier Zielorten in Köln organisiert: inhaltlich vorbereitet in den Kursen für Praktische Philosophie, Evangelische und Katholische Religionslehre starteten unsere “10er” in diesem Jahr am Mittwoch, den 04. Februar, in die Domstadt am Rhein.
Aufgeteilt in Kleingruppen aus jedem Kurs ergabensich so für jede Führung bzw. jede Gesprächsbegegnung vor Ort Besuchsgruppen von knapp 20 Schülerinnen und Schülern: Während zwei davon das sogenannte “ELDE”-Haus (ehemalige Zentrale der “Gestapo” und somit heute NS-Dokumentationszentrum) besuchten, war je eine Besuchsgruppe zu Gast bei den beiden jüdischen Gemeinden Kölns (orthodox
und liberal) sowie bei der Kölner Community der Sinti/zze und Rom(nj)a ("Rom e. V."). Mag es bei allen Orten und den dort angetroffenen Menschen viel um Schicksale aus der Vergangenheit (wie eben der Zeit des Nationalsozialismus) gegangen sein:
Einig waren sich alle im Nachhinein, dass der besondere Wert dieser Fahrt in der persönlichen Begegnung mit Menschen und soziale Gruppen liegt, die – eben als gesellschaftliche Minderheiten – häufig zu wenig wahrgenommen und teils auch heute (ob immer noch oder wieder zunehmend) sogar Opfer von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt sind. Gerade die Gespräche mit den Ansprechpartnerinnen/ -partnern vor Ort wurden auch dieses Mal als Chance zum “Kennenlernen” erlebt, das dabei hilft, zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen.
Insofern ist “die Köln-Fahrt” auch keine Exkursion wie jede andere, sondern zugleich ein lebendiger Teil der Arbeit gegen Rassismus und für Courage, der sich unsere Schulgemeinschaft (seit kurzem auch offiziell “besiegelt”) weiterhin verpflichtet sieht. Genau aus diesem Grund bleibt es auch nicht nur bei diesem einen Tag, sondern geht als Prozess weiter, nämlich im Austausch über das Erlebte, z. B. innerhalb der Religions- und Philosophiekurse.
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